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Wälzlager

Wälzlager sind hochbeanspruchbare Maschinenelemente, deren Teile eine hohe Präzision haben. Damit ihre Leistungsfähigkeit voll genutzt werden kann, muss der Konstrukteur einerseits die richtige Lagerbauart und Ausführung wählen und andererseits die Eigenschaften von Lagern und Umgebungsteilen sachgerecht aufeinander abstimmen. Außerdem sind dem Ein- und Ausbau, der Schmierung und Abdichtung sowie der Wartung besondere Aufmerksamkeit zu widmen.

Hier die wichtigsten Typen:

Rillenkugellager

Rillenkugellager ist der bekannteste und gebräuchlichste Typ in der Wälzlagerfamilie. Sie können überwiegend radiale, geringe axiale und auch gemischte Belastungen aufnehmen. Rillenkugellager mit beidseitigen Dicht- oder Deckscheiben sind mit der richtigen Fettmenge vor gefüllt.

Anwendungsbeispiele:

Elektromotoren, Lichtmaschinen, Getriebe, Pumpen, Allgemeiner Maschinenbau, Landmaschinen.

Lagerbezeichnungen:

60.. /62.. /63.. /64.. 67.. (617..) /68.. (618..) /69.. (619..) /16.. (Dünnringlager) 622.. /623.. 630.. /632.. /633.. /638.. 42.. /43.. (Zweireihige Rillenkugellager) 6.. /MR.. /MF.. (Miniaturlager)

Lieferbare Ausführungen:

  • Wälzlagerstahl 100Cr6 / 1.3505 (Standard)
  • Edelstahl AISI 420 ; AISI 440C ; AISI 302 (Wahlweise mit Lebensmittelbefettung für die Nahrungsmittelindustrie)
  • Stromisoliert
  • Hochtemperatur / Tieftemperatur
  • Ofenwagenlager (Extreme Hochtemperatur, Wärmebehandelt) Kunststofflager
  • Auch als Hybrid / Keramiklager

 

Schrägkugellager

Schrägkugellager sind in einem bestimmten Berührungswinkel angeordnet und können radiale Kräfte und axiale Kräfte in einer Richtung aufnehmen. Sie werden universal oder paarweise in Form von Tandem-, O- oder X-Ausführung eingebaut und vorgespannt. Schrägkugellager mit beidseitigen Dicht- oder Deckscheiben sind mit der richtigen Fettmenge vor gefüllt.

Typische Anwendungsbeispiele:

Spindeln (Spindellager), Elektrische Maschinen, Pumpen und Kompressoren, Getriebe, Textilmaschinen, Druckmaschinen, Metallbearbeitungsmaschinen

Lagerbezeichnungen:

70.. /72.. /73.. = Einreihige Schrägkugellager 718.. /719.. = Einreihige Schrägkugellager 32.. (52..) /33.. (52..) = Zweireihige Schrägkugellager 38.. /39.. = Zweireihige Schrägkugellager

Lieferbare Ausführungen:

  • UA Universalausführung für paarweisen Einbau, Lagerpaar hat bei O- und X-Anordnung geringe Axialluft
  • UL Universalausführung für paarweisen Einbau, Lagerpaar hat bei O- und X-Anordnung leichte Vorspannung
  • UO Universalausführung für paarweisen Einbau, Lagerpaar ist bei O- und X-Anordnung spielfrei
  • JP Fensterkäfig aus Stahlblech, wälzkörpergeführt
  • MP Massiv-Fensterkäfig aus Messing, wälzkörpergeführt
  • TVP Massiv-Fensterkäfig aus glasfaserverstärktem Polyamid, wälzkörpergeführt
  • C Druckwinkel α = 15° (Spindellager)
  • E Druckwinkel α = 25° (Spindellager)
  • H Hohe Vorspannung (Spindellager)
  • L Leichte Vorspannung (Spindellager)
  • M Mittlere Vorspannung (Spindellager)
  • Auch als Hybrid / Keramiklager

 

Zylinderrollenlager

 

 

Bei Zylinderrollenlagern wird der Rollensatz mit dem Käfig zwischen zylindrischen Ringflächen durch Borde geführt. Im Vergleich zu Kugellagern können Zylinderrollenlager höhere radiale Tragzahlen aufnehmen. Allerdings können sie die hohen Drehzahlen von Kugellagern nicht erreichen.

Lagerbezeichnungen:

N.. (Loslager, zerlegbar, kein Bord am Außenring, zwei Borde am Innenring) NU.. (Loslager, zerlegbar, besitzt zwei feste Borde am Außenring, kein Bord am Innenring) NJ.. (Stützlager, zerlegbar, besitzt zwei Borde am Außenring und ein Bord am Innenring) NUP.. (Festlager, zerlegbar, besitzt zwei Borde am Außenring, ein Bord am Innenring und eine lose Bordscheibe am Innenring) SL.. (Vollrollig, mit oder ohne Lippendichtungen) NN.. /NNU.. (Loslager, zerlegbar, zweireihig, vollrollig)

Lieferbare Ausführungen:

  • M1 Messingkäfig
  • TVP2 Polyamidkäfig
  • J Stahlkäfig
  • K mit kegeliger Bohrung, Kegel 1:12

 

Kegelrollenlager /Radlager

Kegelrollenlager bestehen aus einem Innenring mit kegelförmigen Wälzkörpern, die sogenannten Kegelrollen und einem Außenring als Lagerschale. Kegelrollenlager nehmen sowohl radial als auch axial sehr hohe Belastungen auf. Kegelrollenlager können auch paarweise in „X“- oder „O“-Anordnung eingebaut werden.

 

Typische Anwendungsbeispiele:

Anhänger, PKW`s, LKW`s, Motorräder

Lagerbezeichnungen:

302.. /303.. /313.. 320.. /322.. /323.. 329.. /330.. /331.. /332.. JKOS.. (Integral Kegelrollenlager) LM.. /JLM.. /KLM.. (Zöllige Abmessungen) C.. (CARB Toroidal-Lager)

 

Axiallager / Drucklager

   

Um besonders schwere Axiallasten entgegenzuwirken gibt es folgende Baugruppen:

Axial-Rillenkugellager

…bestehen aus Wellenscheiben, Gehäusescheiben und von einem Käfig gehaltenem Kugelsatz und nehmen ausschließlich axiale Kräfte auf.

Lagerbezeichnungen:

511.. /512.. /513.. /514.. (einseitig wirkend) 522.. /523.. /524.. (zweiseitig wirkend) 532.. /533.. /542.. /543.. (zweiseitig wirkend, wahlweise mit Unterlagscheiben)

Axial-Zylinderrollenlager

…bestehen aus Zylinderrollenkränzen K, Gehäusescheiben GS und Wellenscheiben WS. Sie nehmen hohe Axiallasten und Stoßbelastungen auf, dürfen radial jedoch nicht belastet werden.

Lagerbezeichnungen:

811.. /812.. /893.. /894.. NKXR.. /ZARF.. /ZARN.. (Nadel-Axialzylinderrollenlager)

 

Stützrollen /Kurvenrollen

Stütz- und Kurvenrollen sind einbaufertige Baueinheiten, die mit einem dickwandigen Außenring, einem Innenring und Nadelrollen kombiniert sind. Sie sind für hohe radiale Belastungen, sowie Axiallasten aus geringen Fluchtungsfehlern geeignet. Die Lager gibt es in zahlreichen Ausführungen mit balligem Außenring, Rollenzapfen mit Befestigungsgewinde, sowie mit oder ohne Exzenter.

 

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