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Gehäuselager / Lagergehäuse

Lagereinsätze

Lagereinsätze die in Gehäuselager eingebaut werden, sind im Aufbau analog zu den beidseitig abgedichteten Rillenkugellagern der Reihen 62… oder 63… nach DIN 625. Gehäuselager haben allerdings eine abweichende Bohrungstoleranz, was bei Wellen mit h-Toleranz eine lose Passung auf der Welle und somit eine leichtere Montage ermöglicht. Die Schmierung erfolgt durch Wälzlagerfett. Als Schmierstoff kommt standardmäßig ein Lithiumseifenfett (-20° bis 120°C) zum Einsatz. Für besondere Anwendungen stehen Hoch- und Tieftemperaturfette, Leichtlauffett, Schwerlastfett oder Lebensmittel- bzw. biologisch abbaubares Fett bereit. Damit sind die Gehäuselager für normale Anwendungen wartungsfrei. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit der Nachschmierung am Gehäuse für besondere Einsatzbedingungen.

Spannlager

Unter der Bezeichnung Spannlager versteht man im deutschsprachigen Raum einreihige, montagefertige Baueinheiten. Diese Baueinheiten bestehen aus einem massiven Außenring, einem ein- oder beidseitig verbreiterten Innenring sowie Kugelkäfigen, die aus Kunststoff oder Stahlblech gefertigt sind und P-, L-, R- oder T-Dichtungen. Die höchste Laufruhe wird bei Spannlagern mit beidseitig verbreitertem Innenring erreicht. Die Mantelfläche des Außenringes wird sphärisch oder zylindrisch gefertigt. Spannlager mit sphärischer Mantelfläche kompensieren zusammen mit einem auf die Bauform abgestimmten Gehäuse in besonderem Maße Fluchtungsfehler der Welle. Als Befestigungsarten werden Excenterspannringe, Spannhülsen, Mitnehmernut oder Passungen sowie Gewindestifte im Innenring angeboten. Einige Baureihen mit Excenterspannring oder Gewindestiften im Innenring sind auch als zöllige Lager lieferbar. Die Baueinheiten unterscheiden sich hinsichtlich des Aufbaus, der verwendeten Materialien und der Funktionalität aufgrund starker Normung kaum von denen der namhaften Hersteller, sind in der Regel allerdings preislich niedriger angesiedelt und werden qualitativ gleichwertige angesehen.

 

Stehlager

 

 

Stehlager sind einbaufertige Gehäuselagereinheiten, die in der Regel aufrecht stehend auf einer Anschraubfläche montiert werden. Diese Bauform beinhaltet ein Wälzlager, welches bereits in ein Gehäuse integriert ist – es handelt sich also um eine Baugruppe. Typische Anwendungsgebiete von Stehlagern sind landwirtschaftliche Maschinen, Baumaschinen und Bandanlagen; ferner werden Stehlager recht häufig im Sondermaschinenbau, bei Papier- und Druckmaschinen, in der Zementindustrie sowie in der Metallverhüttung eingesetzt. Die Gehäuse sind entweder einteilig (zur Aufnahme geringer Lasten) mit einem speziellen Kugellager montiert oder zweigeteilt (zur Aufnahme höherer Lasten) mit handelsüblichen Pendelkugellagern oder Pendelrollenlagern ausgeführt. Einteilige Stehlager werden beliebter, sind aber noch nicht genormt. Auf Grund des einfachen Aufbaus und entsprechend niedriger Herstellkosten werden zunehmend einteilige Stehlager-Gehäuse eingesetzt. Diese Bauform ist (noch) nicht genormt, es wird aber eine Vielzahl von Varianten angeboten, sodass aus einem breiten Produktprogramm ausgewählt werden kann. In der Regel werden die Lagergehäuse aus Grau- oder Stahlguss (je nach Höhe der Belastungen) gefertigt; zum Teil sind auch Ausführungen aus Aluminiumguss lieferbar. Typische Ausstattungsmerkmale: wahlweise mit oder ohne Nachschmierbohrungen sowie mit oder ohne Wellenabdichtung. Letztere gibt es in verschiedenen „Güteklassen“ – je nach Art des Schmiermittels (Öl oder Fett) sowie nach zu erwartender Schmutzbelastung der Umgebung (z. B. Staub, Wasser). Fluchtungsfehler oder Durchbiegungen der Welle bis 5° können durch die ballige Gestaltung des Kugellageraußenringes ausgeglichen werden. Dieser bewegt sich innerhalb des kugelförmigen Lagersitzes (Winkelbeweglichkeit) im Gehäuse und verhindert zusätzlich Kantenpressungen zwischen Kugeln und Laufbahn. Meist werden diese Lager als Loslager eingesetzt; durch den Einbau von Festringen kann aber nahezu jedes Lager in ein Festlager umgebaut werden. Die gängigste Bezeichnung für das Stehlager-Gehäuse lautet „P“. Der anschließende 3-stellige Zifferncode kennzeichnet die zugehörigen Kugellagereinsätze. Zum Beispiel lautet die Bezeichnung P 206: Hier steht der Buchstabe P für das Stehlager. Die Ziffer 2 steht für die mittlere Kugellagerreihe (hier 62-er Reihe) und die folgenden Ziffern 06 stehen für den passenden Lagereinsatz mit der Bohrungskennziffer 06. Das heißt, das Gehäuse kann mit allen Lagereinsätzen mit Bohrungskennziffer 06 (UC 206, HC 206, SA 206, SB 206, CS 206) kombiniert werden. Die für Stehlager verwendeten Materialien und Schmierungen entsprechen denen für Gehäuselager.

 

Flanschlager

Flanschlager bestehen neben dem Einsatz aus verhältnismäßig flachen Lagergehäusen. Alternativ mit 2 oder 4 Bohrlöchern zur Befestigung versehen, nennen sie sich 2-Loch-Flansch oder 4-Loch-Flansch. Flanschlager werden in der Regel in Richtung der Wellenachse einer Anschraubfläche montiert (angeflanscht). Die gängigste Bezeichnung für das Flanschlager-Gehäuse lautet „F“. Der anschließende 3-stellige Zifferncode kennzeichnet die passenden Kugellagereinsätze.  Ein Beispiel ist die Bezeichnung F 206: Hier steht der Buchstabe F für das Flanschlager. Die Ziffer 2 steht für die mittlere Kugellagerreihe (hier 62-er Reihe) und die folgenden Ziffern 06 stehen für den passenden Lagereinsatz mit der Bohrungskennziffer 06. Das heißt, das Gehäuse kann mit allen Lagereinsätzen mit Bohrungskennziffer 06 (UC 206, HC 206, SA 206, SB 206, CS 206) kombiniert werden.

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